Bestandsunterlagen zusammenstellen
Pläne, Rechnungen, Produktblätter, Fotos und frühere Schadensmeldungen bilden eine Bauteilakte; unbekannte Punkte bleiben ausdrücklich offen.
Diese Akte ordnet den konkreten Befund, die noch fehlende Unterlage und den nächsten fachlichen Prüfschritt getrennt, damit Beobachtung und technische Freigabe nicht miteinander verwechselt werden. Offene Annahmen erhalten dabei einen klar benannten Verantwortlichen und Entscheidungstermin.
Dokumente nach Herkunft ordnen
Bauplan, Statik, Rechnung, Produktblatt und Foto erhalten Ersteller, Datum und betroffenen Bereich. Eine Broschüre ohne Zuordnung gilt nicht als Beleg für den Einbau.
- Bauplan
- Statik
- Rechnung
- Produktblatt
- Foto
- Schadenakte
- Genehmigung
- Planstand
Planstand gegen Gebäude prüfen
Zeichnungen können Entwurf, Genehmigung oder Revision zeigen. Sichtbare Abweichungen werden markiert, ohne den gesamten Plan zu verwerfen oder ungeprüft als Ist-Zustand zu verwenden.
Schadenakten chronologisch führen
Ereignis, Meldung, Untersuchung, Maßnahme und Kontrolle bilden eine Zeitfolge. Originalbilder bleiben erhalten; bearbeitete Arbeitskopien werden als solche gekennzeichnet.
Offene Liste für das Fachgespräch
Fehlende Statik, unbekanntes Produkt oder nicht sichtbare Schicht erscheinen als konkrete Frage. Nach der Prüfung wird die Antwort mit Quelle ergänzt, nicht rückwirkend in alte Dokumente geschrieben.
Quellen und genauer Geltungsbereich
- BGB § 631: Werkvertrag Quellenumfang: Gesetzlicher Rahmen des Werkvertrags;
- BGB § 633: Sach- und Rechtsmangel Quellenumfang: Gesetzlicher Rahmen zu Sach- und Rechtsmängeln beim Werkvertrag;
- DIBt: Zulassungen und Bauartgenehmigungen Quellenumfang: Offizieller Zugang zu Zulassungen und Bauartgenehmigungen; die konkrete Produktunterlage muss gesondert geprüft werden;
Weiter im Themenbereich Planung
- Photovoltaik und Dach gemeinsam planen – Vor Montage werden Restzustand der Dachhaut, Statik, Befestigung, Leitungswege, Brandschutz und spätere Wartungsflächen abgestimmt.
- Gerüstkosten im Angebot verstehen – Gerüstfläche, Standzeit, Schutzmaßnahmen, Zugänge und Genehmigungen beeinflussen Kosten; Pauschalen brauchen eine erkennbare Bezugsgröße.
- Fachbetrieb gezielt befragen – Gute Rückfragen beziehen sich auf Bestand, System, Schnittstellen, Nachweise und Abweichungen – nicht nur auf einen Endpreis.